Für Anbieter wie Käufer gilt: Sichern Sie Ihre Transaktionen ab!
In jüngster Zeit hat sich die Zahl der Betrugsversuche beim Fahrzeughandel über das Internet stark erhöht
Wir möchten Ihnen hier einige Hinweise und Beispiele geben, was Sie beim Internethandel unbedingt beachten sollten, um Ihre Transaktionen sicher abzuschließen – als Käufer ebenso wie als Verkäufer.
Sie möchten ein Fahrzeug per Internet erwerben: Leisten Sie keinerlei Zahlung ohne gründliche Prüfung!
Als Käufer sollten Sie sich unbedingt von der Seriosität des Anbieters überzeugen und erst zahlen, wenn Sie das Fahrzeug überprüft und erhalten haben bzw. sicher sein können, dass Sie es erhalten werden. Seien Sie besonders vorsichtig bei ungewöhnlich günstigen Angeboten.
Vorsicht bei zu attraktiven Angeboten
Wenn der Preis für ein Fahrzeug sehr weit unter Marktwert liegt, können Sie mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt.
Leisten Sie niemals Zahlungen im Voraus oder über nicht abgesicherte Zahlungsverfahren
Kommen Sie keinerlei verdächtigen Zahlungsaufforderungen nach, beispielsweise ein hoher Abschlag zur Reservierung des Fahrzeugs oder eine Transaktion über Western Union.
Betrug mittels Western Union
Wir empfehlen Ihnen, keine Dienste Dritter oder sog. “Treuhand-Services” in Anspruch zu nehmen, um Ihre Zahlungen online zu leisten. Diese Dienste sind gut geeignet, um Zahlungen an Ihnen bekannte Personen zu leisten, aber definitiv nicht gedacht für Zahlungen an Unbekannte. Seien Sie vorsichtig, wenn ein Anbieter auf Online-Zahlung besteht. Seriöse Anbieter akzeptieren in der Regel mehrere Zahlungsweisen. Leisten Sie auf keinen Fall Bargeldüberweisungen als Garantie für ein Vorkaufsrecht, auch nicht auf den Namen eines Verwandten oder Bekannten.
Sie verkaufen ein Fahrzeug per Internet: Überzeugen Sie sich von der Zahlungsfähigkeit des Käufers
Als Verkäufer müssen Sie sich vergewissern, dass Ihr Interessent seriös und zahlungsfähig ist, bevor Sie ein Fahrzeug ausliefern. Außerdem sollten Sie die Tricks der Betrüger kennen.
Vorsicht bei unsicheren Zahlungsmethoden
Vermeiden Sie Scheckzahlungen – auch wenn ein Scheck bei der ersten Prüfung in Ordnung scheint, kann sich noch Wochen später herausstellen, dass er gefälscht oder gestohlen wurde oder nicht gedeckt ist.
Achtung: Überprüfen Sie Bankschecks immer durch eine Rückfrage bei der entsprechenden Bank.
Unser Rat: Nehmen Sie keinerlei Transaktionen mit privaten Verkäufern an Sonn- und Feiertagen vor.
Vermeiden Sie typische Fallen
Wenn Ihnen ein Käufer einen Scheck über einen höheren Betrag als den Kaufpreis zusendet und von Ihnen die Erstattung der Differenz verlangt: Gehen Sie auf keinen Fall darauf ein, der Scheck wird sich später als falsch herausstellen – selbst, wenn bei einer ersten Überprüfung nichts negativ auffällt.
Ein typisches Beispiel für einen Betrugsversuch
Ein Verkäufer stellt eine Anzeige bei uns ein, ein Interessent meldet sich. Die Parteien einigen sich auf den Kaufpreis (hier 17.000 €). Das Problem: Der vermeintliche Käufer befindet sich im Senegal und kann angeblich ausschliesslich per Western Union bezahlen, was 1.000 € Gebühren verursachen würde. Also verlangt der Käufer vom Verkäufer, sich mit der Hälfte an den Gebühren zu beteiligen und ihm daher 500 € zu überweisen.
Was tun?
Wenn der Verkäufer in diesem Fall trotz aller Bedenken an diesen Interessenten verkaufen möchte, sollte er statt einer Zahlung den Verkaufspreis um die geforderte Summe (hier 500 €) senken.
Bleiben Sie wachsam – und wenn Sie Zweifel bezüglich einer Anzeige oder eines Interessenten haben, benachrichtigen Sie uns bitte über das untenstehende Formular.